Die hier aufgestellte Dampframme hat es als Gesamteinheit nie gegeben. Da es jedoch Ende der 1990 er Jahre keine komplette Dampfmaschine diesen Typs zu erwerben gab, wurde diese Ramme aus Restbeständen verschiedener Baufirmen zusammengebaut.

Der Kessel stammt von einer Dampframme der Fa. Tiefbau AG Unterweser, Nordenham. Er war dort bis 1992 im Einsatz. Unterwagen und Oberwagen mit Windwerken und Dampfmaschine stammen von der Fa. Ludwig Voss aus Cuxhaven. Die Ramme war dort bis 1989 im Einsatz und stand bis 1997 als Betriebsreserve zur Verfügung. Rammgerüst, Rammbär, Schlaghaube und Mäkler konnten jedoch von der Fa. Voss nicht erstanden werden, da diese Teile noch anderweitig gebraucht wurden. Somit mußte eine dritte Quelle für die vorgenannten Teile gefunden werden.

Fündig wurde der heutige Eigentümer der Ramme bei der Fa.August Prien, Hamburg. Von diesem Unternehmen konnten die fehlenden Teile von einer MR 27 Schwimmramme entnommen werden, die zur Verschrottung vorgesehen war.

Die Fa. Menck konstruierte 1934 eine Serie von sogenannten Rohrgerüst-Dreigurt-Dampframmen, die bis in die 70er Jahre gebaut wurden. Das Standard-Typenprogramm sah sechs verschiedene Größen vor:

MR 8 : wurde nie gebaut
MR 12: wurde nur zu Werksversuchen mit Dieselmotorantrieb als Einzelstück gebaut
MR 27: wurde in Serie gebaut (1999 noch ein Exemplar in der BRD in Betrieb)
MR 40: Großramme, wurde in Serie gebaut
MR 60: Großramme, wurde in Serie gebaut

1958 wurde das Typenprogramm um eine Mammutramme MR 100 erweitert. Hierbei wurden als Antrieb zwei zusammengekoppelte MR 60 Dampfmaschinen verwendet. Von diesen Riesenrammen wurde jedoch nur eine Handvoll - überwiegend für das Ausland - gebaut. Mit 44 m Gesamthöhe und 152 Tonnen Gesamtgewicht waren diese Monster nur bedingt einsetzbar.

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