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4. Die Werkstoffe

Die Werkstoffe, aus denen die Kessel hergestellt sind, sind Schweißeisen, Flußeisen oder Stahl. Wegen der besonderen Beanspruchungen, denen sie ausgesetzt sind, werden an ihre Festigkeit und Zähigkeit hohe Anforderungen gestellt.
Im einzelnen sind die Güteziffern durch Vereinbarungen der Beteiligten, bekannt unter dem Namen "Würzburger Normen", festgestellt; ebenso die Methoden, nach welchen die Prüfung der Güte zu erfolgen hat. Besondere Zähigkeit müssen diejenigen Teile aufweisen, die von der Flamme und den heißesten Gasen berührt werden, weil die Festigkeit der Metalle mit steigender Temperatur abnimmt.
Um nun aus den Blechen einen Kessel herzustellen, werden sie erst auf bestimmtes Maß zugeschnitten, durch ein Walzwerk gebogen, mit Löchern versehen und zusammengesetzt. Dann werden die einzelnen Bleche durch warmes Einziehen von Nieten miteinander verbunden; beim Erkalten pressen die Nieten die Blechränder so dicht aufeinander, daß beinahe dampfdichter Schluß erzielt wird. Derselbe wird
vollständig erreicht, indem man die Ränder und auch die Nietköpfe mit einem stumpfen Stemmeisen verstemmt.
Die Böden, die die zylindrischen Kessel an beiden Enden abschließen, werden flach oder gewölbt hergestellt. Die gewölbten haben größere Festigkeit, die flachen müssen verankert werden. Gußeisen ist als Material für den Kesselbau ausgeschlossen, ausgenommen für Zubehörteile von kleinen Abmessungen und für geringe Spannungen.

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